Osteoporose Knochenbrüchigkeit

Definition

Verminderung von Knochensubstanz mit erhöhter Bruchgefährdung - gekürzte Definition.

Die Krankheit sollte nicht verharmlost werden. Sie ist nicht „ eben nur eine Alterserscheinung“. Wir müssen uns vorstellen, daß der Knochen ein lebendiges Organ ist, das ständig wächst und sich abbaut. Dafür gibt es Knochenzellen ebenso wie in der Leber, dem Herzen oder in der Lunge, in allen Organen, überall.

Im Knochen wird das Blut gebildet. Die Osteoporose hat allerdings darauf keinen Einfluß. Der Knochen lebt, der Osteoblast, das ist die Knochenmutterzelle bildet die neue Knochensubstanz.

Der Osteoblast entwickelt sich zum Osteozyten, Zellen, die für den Transport von Stoffen im Knocheninneren verantwortlich sind. Der Abbau erfolgt durch Osteoklasten.

Wie in jedem lebendigen Organ besteht ein ständiger Auf- und Abbau von Knochenzellen und Substanz. Im Wachstumsalter überwiegt natürlich der Aufbau, mit zunehmendem Alter überwiegt der Abbau. Wenn eine Störung in diesem Gleichgewicht auftritt, z.B. verzögerter Aufbau bzw. verstärkter Abbau des Knochens, dann kann sich eine Osteoporose entwickeln.

Selten kann diese Krankheit schon bei Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 14 Jahren auftreten, durch Hormonstörungen. Auch jüngere Erwachsene zwischen dem 30. bis 50. Lebensjahr können davon betroffen werden. Dann sind es häufiger Männer u. Nikotin- u. Alkoholabusus können dafür verantwortlich sein. Siehe auch unter dem Thema Vitamin D!

Etwa 30% aller Frauen nach der Menopause erkranken an Osteoporose. Der Hormonausfall, Oestrogenmangel, ist dafür verantwortlich. Dann überwiegt die Tätigkeit der Osteoklasten mit Abbau der Knochensubstanz.

Die 3. Form ist die senile Osteoporose und geht fließend aus der postmenopausalen Osteoporose über, d.h. es sind vorwiegend Frauen betroffen.

Osteoporose ist auch Männersache! Etwa 20 –30% aller festgestellten Osteoporosen betreffen Männer. Risikofaktoren: Starkes Rauchen, hoher Alkohlkonsum, Schilddrüsen-, Lebererkrankungen, auch maligne (=bösartige) Krankheiten. Die häufigste Ursache der O. des Mannes ist der Mangel an Testosteron. Auch bei einer normalen Sexualfunktion kann eine Hormonstörung vorliegen.

Eine lang andauernde Cortisontherapie kann den Knochenabbau fördern u. die Festigkeit des Knochens derart stören, daß manchmal kleine Anlässe zu Knochenbrüchen führen.

Typisch ist das “Schrumpfen der Körpergröße“ durch Brüche und Verformungen der Wirbelkörper und Fehlform der Wirbelsäule, „Witwenbuckel“, Schenkelhalsfraktur.

Seit einigen Jahren gibt es eine neuartige Behandlung. Seitdem es diese Biphosphonate gibt, läßt sich die Osteoporose behandeln und zwar erfolgreich. Nicht nur Milchprodukte und frische Luft helfen, auch nicht die regelmäßige Einnahme von Calcium allein, es sollte schon Calcium mit Vitamin D sein und zwar in ausreichender Dosis.

Geheimtipp: Lebertran. Schmeckt in unserem Alter, etwa ab dem 50. Lebensjahr gar nicht so schlecht, wie damals als Kind. Die Geschmacksnerven  werden ja auch älter.

Trick: Ein Stückchen Käse in den Mund, dann den Eßlöffel Lebertran, und so eklig schmeckt es gar nicht. Wo ist sonst noch Vitamin D enthalten? Siehe Vitamin D Quellen!

Frage:

Ist Ihre Vitamin-D Zufuhr ausreichend? Wissen Sie das? Wissen Sie auch, daß 75 % der westlichen Bevölkerung - und nicht nur in Deutschland - eine unzureichende Vitamin D Versorgung  und damit einen Mangel an diesem Vitamin hat, das ja bekanntlich nicht nur den Knochenstoffwechsel reguliert?

Dieses Vitamin, das einem Hormon gleichkommt und auch so bezeichnet werden sollte, ist so wichtig für unseren Körper, daß gleich mehrere Kapitel in Rheumapost darüber informieren, auch bei Google unter: Vitamin-D Update 2013.



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