Lexikon

Arthroskopie

Gelenkspiegelung. Dabei kann der Arzt durch ein dünnes Rohr in ein Gelenk schauen und Veränderungen der Gelenkhaut (Entzündung ?), der Gelenkoberflächen (Verschleiß?) und im Gelenkspalt (z.B. Meniskus) beurteilen und auf diesem Wege oft auch gleichzeitig  einen operativen Eingriff durchführen.  

Arthrose

Schädigung eines Gelenkes durch Verlust von Knorpel ("Verschleiß"). Die Gelenkenden werden rauh und reiben beim Bewegen des Gelenkes aneinander. Dadurch kommt es zu Schmerzen, gelegentlich auch zu einer Entzündung (sogenannte "aktivierte" Arthrose). Häufige Ursachen sind Übergewicht, Durchblutungsstörungen (Krampfadern, Nikotin), Überlastungen, Schäden durch Unfälle, aber auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle.  

Arthroplastik

Gelenkplastik = Neuformung eines Gelenkes, eine Operationsmethode ( dabei wird nichts Künstliches, keine „Plastik“ eingesetzt). Das Gelenk wird mit Instrumenten- z.B. mit  Meißel, Zange (sog. Luer), Pfeile neugeformt, zur Wiederherstellung der Beweglichkeit, auch als Arthrolyse, manchmal mit Entfernung großer Gelenkanteile. Dann wird auch autoplastisches (körpereigenes) Gewebe verwendet, transplantiert als autologe Transplantation, z.B. Muskelgewebe zur Deckung der Gelenkflächen oder heterologe Transplantation durch Gewebe von anderen Lebewesen, z.B vom Schwein, das vom menschlichen Organismus vertragen und angenommen wird.  

Arthropathie

Gelenkerkrankungen mit Vorherrschen von nichtentzündlichen (degenerativen) Vorgängen - im Gegensatz zu nur entzündlichen Vorgängen, der Arthritis. Siehe auch Arthrose, dem Verschleißgelenk. Arthropathien kommen als Folge von Stoffwechselstörungen (metabolische Störungen) vor. Solche Störungen des Stoffwechsel sind Krankheiten, die bei fehlerhaftem Abbau oder bei zu hohem Angebot von Nahrungsstoffen auftreten, wie z.B. die Harnsäure, die ein Stoffwechselprodukt beim Abbau (Verdauung) von tierischem Eiweiß ist. Wenn die Harnsäure nicht richtig abgebaut werden kann, weil z.B. ein Verdauungsstoff – angeboren – fehlt oder zu wenig produziert wird, oder wenn durch Krankheiten der Niere die Harnsäure nicht ausgeschieden werden k [...] Vollen Artikel anzeigen

Artholyse, erweiterte A.

wenn das Gelenk z.B. nach einer Verletzung oder nach einer bakteriellen (eitrigen) Entzündung völlig versteift ist, so daß auch der Knochen zum Teil miteinander verwachsen ist, dann muß der Knochen geglättet werden (Gelenktoilette) oder Teile vom Knochen müssen entfernt werden, sog Arthroplastik.  

Anulus

kleiner Ring. A. fibrosus : der kollagenfaserknorpelige Randteil der Bandscheibe um den Nucleus pulposus.

Aponeurositis

Entzündung einer Aponeurose; z.B. Morbus Dupuytren, einer unter der Haut liegenden festen Bindegewebsschicht.  

Apoplex,Apoplexie

plötzliche, erhebliche Blutung z.B. in das Gehirn, apoplektischer Insult, Schlaganfall, Gehirnschlag, gekennzeichnet durch Lähmungen (neurologisches Defizit), die akut bis subakut auftreten, als Folge einer Hirndurchblutungsstörung  durch eine Thrombose oder Embolie eines Gefäßes im Gehirn oder durch eine spontane Gefäßruptur = Riß.  Neigt der Rheumatiker zu einem Apoplex und was kann vorher zur Prophylaxe (Vorsorge) getan werden?

Apparat, orthopädischer

aus starren oder funktionellen Teilen zusammengesetztes Hilfsmittel, z.B. Schienenhülsenapparat bei Instabilität des Kniegelenkes, Korsett bei Wirbelkörperbruch.

Arachidonsäure

eine für den Rheumatiker wichtige Substanz, die bei der Entstehung und Verschlechterung der Rheumakrankheit eine Rolle spielt und z.B. bei erhöhtem Fleischkonsum vermehrt im Körper nachweisbar ist.