Lexikon

Trendelenburg-Zeichen

auch Trendelenburg-Phänomen genannt: Beim Stehen auf einem Bein und Anheben des anderen Beines sinkt das Becken auf der nichtbelasteten Seite ab, als Hinweis der Schwäche der pelvitrochanteren Muskulatur des Standbeines. Im gesunden Zustand tragen die kräftigen Glutäalmuskeln das Becken und das angehobene Bein ohne Schwierigkeiten in der Horizontalebene. Manchmal ist die Schäche gering, manchmal bewußt herbeigeführt, auch übertrieben, oft beidseitig gewollt. Ausgeprägt einseitig z.B. bei der → Hüftdysplasie oder beidseitig führt es sichtbar zum Trendelenburg-Hinken.

FPA oder F.P.A.

FPA oder F.P.A. ist eine Abkürzung für: → Fingerpolyarthrose, der → Heberden-Arthrose an den Fingerendgelenken, der → Bouchard-Arhrose an Fingermittelgelenken und der → Rhizarthrose des Daumensattelgelenkes.

Hämochromatose-Arthropathie

→ Arthropathie durch Hämosiderinablagerungen im Gelenkbereich bei primärer hereditärer (erblicher) → Hämochromatose. Ursache: Genetisch - bis zu 90% - ist die Regulation der Eisenaufnahme aus der Nahrung gestört. Führt zu einer Störung der Eisenbilanz: Durch gesteigerte Aufnahme im Darm - der intestinalen Resorption - kommt es zu einer massiven Hämosiderinablagerung in zahlreichen Organen, u.a. auch in die → Synovialis und in → Chondrozyten. Bei der operativen Entfernung der Synovialis, der → Synovektomie, bzw. korrekterweise der → Synovialektomie ist die Eisenablagerung durch die charakteristische Braun-rot-Färbung zu erkennen.

Hämochromatose

auch Siderophilie genannt. durch erhöhte Eisenresorption erhöhte Eisenablagerung in Geweben und Organen, Eisenspeicherkrankheit, siehe Innere Medizin". Orthopädisch-rheumatologisch interessant als → Hämochromatose-Arthropathie. Zwar selten, aber auf die Krankheit Hämochromatose hinweisend, sind im Röntgenbild typische Veränderungen in einzelnen Fingergrundgelenken und - wie es nicht anders sein kann - der Schmerz, der den Patienten zum Arzt führt und diesen zum Röntgenbild. Siehe auch → Fingerpolyarthrose

pseudo

Pseudo = (griechisch) Pseudo = (griechisch) "falsch", "unecht","vorgetäuscht", "fälschlich", hier im Sinne: "ähnlich wie", z.B.. ähnlich wie Gicht = →.Pseudogicht

Pyrophosphatkristalle

Kalziumpyrophosphat-Dihydrat Kristalle. Nicht selten Ablagerungen von Pyrophosphatkristallen in der Umgebung eines Gelenkes = Pyrophosphat-Arthropathie, → Pseudogicht in Knorpel und (seltener) in anderen Geweben als → Chondrokalzinose.

Periarthropathie, Periarthropathia

Periarthropathie, Periarthropathia degenerative (Verschleiß-, Aufbrauchs-, Überlastungsschäden) der Gelenkumgebung, → Periarthropathia humeroscapularis, Erkrankung der Schulter.

Leitsymptom

Leitsymptom, auch Hauptsymptom oder Kardinalsymptom genannt. Ein typisches Krankheitszeichen weist gezielt auf eine Krankheit hin. Den Pat führt es zum Arzt und den Arzt führt es zur Diagnose. → Leitsymptom Beispiele

Compliance Kompliance

Bereitschaft eines Patienten zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen. (DUDEN)

Glykämie

Das Wort kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet: glyks = süß Damit ist der vermehrte Zuckergehalt im Blut gemeint. Dieser beträgt normal etwa 1‰, bei Diabetes mellitus bis 1%.