Mischkollagenose Sharp-Syndrom

Eine besondere Form der rheumatischen Erkrankung mit Symptomen anderer Kollagenosen, wie die Sklerodermie, Lupus erythematodes, Polymyositis.

Mit diesen Begriffen können Sie, lieber Internet-Surfer, wahrscheinlich wenig anfangen, es sei denn, daß Sie selbst unter einer dieser Krankheiten leiden und schon gut informiert sind.

Folgende Situation soll helfen:

Gelegentlich werden die Finger blau, sie schmerzen oder werden dick. Diese Beschwerden verschwinden von selbst, treten mal wieder auf und weil Sie sich nicht gut fühlen, auch andere Gelenke oder Muskeln schmerzen, suchen Sie den Rheumatologen auf. Nach gezieltem Befragen stellt sich heraus, daß Sie auch die Sonne nicht mehr so gut vertragen. Sie haben wohl auch eine Medikamentenallergie und Blutuntersuchungen sind nur gering verändert.

So kann Ihnen der Arzt erstmal erklären: „Es besteht der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung“. Diese läßt sich aber noch nicht genauer differenzieren.

In der Arztkartei wird Ihre Diagnose als „undifferenzierte Kollagenose“ bezeichnet.

Es gibt Krankheiten, wie diese, die sich langsam entwickeln und in der ersten Zeit noch in „keine Schublade“ passen. Manchmal bekommt die Krankheit erst nach 1 – 2 Jahren ihren Namen. Wenn diese Krankheit Symptome von mehreren anderen Kollagenosen aufweist, auch zunehmend typische Laborbefunde entwickelt, passen die einzelnen Mosaiksteine langsam zusammen und diese Mischform erhält den Namen: Mischkollagenose.

Es gibt mehrere Namen für diese Krankheit:

Mischkollagenose, Mischkonnektivitis, angloamerikanisch ausgedrückt: Mixed Connective Tissue Disease (MCTD), der wohl am häufigsten genannte Ausdruck ist das Sharp-Syndrom.


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