Arthropathie

Gelenkerkrankungen mit Vorherrschen von nichtentzündlichen (degenerativen) Vorgängen - im Gegensatz zu nur entzündlichen Vorgängen, der Arthritis. Siehe auch Arthrose, dem Verschleißgelenk. Arthropathien kommen als Folge von Stoffwechselstörungen (metabolische Störungen) vor. Solche Störungen des Stoffwechsel sind Krankheiten, die bei fehlerhaftem Abbau oder bei zu hohem Angebot von Nahrungsstoffen auftreten, wie z.B. die Harnsäure, die ein Stoffwechselprodukt beim Abbau (Verdauung) von tierischem Eiweiß ist. Wenn die Harnsäure nicht richtig abgebaut werden kann, weil z.B. ein Verdauungsstoff – angeboren – fehlt oder zu wenig produziert wird, oder wenn durch Krankheiten der Niere die Harnsäure nicht ausgeschieden werden kann, natürlich auch bei zu hohem Angebot in der Nahrung (Fleisch), dann können sich Harnsäurekristalle bilden, die sich z.B. in Gelenken ablagern, der sog. Gicht, im akuten Zustand mit starken Schmerzen, dem Gichtanfall, im chronischen Zustand mit Veränderungen, Zerstörungen des Gelenkes, der Gicht-Arthropathie. Andere A. sind z.B. die Chondrokalzinose, auch Pseudogicht genannt; die Ochronose, bei der ein bestimmter Farbstoffwechsel gestört ist und Gelenkzerstörungen machen kann, die Xanthomatose, Hämochromatose, bei krankhaft verstärkter Blutungsneigung (Hämophilie) kann es zur A. kommen. Siehe auch A. bei Diabetes, der diabetogenen Arthropathie!  


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