Needling Meniscus

Stichelung, Anbringen von Nadelstichen, um die Durchblutung eines Gewebes zu verbessern.

So wird z.B. ein Meniscus gestichelt, um das Meniscusgewebe zum Heilen anzuregen.

Das Needling wird bei einer Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) bei „Verschleiß" des Meniscus durchgeführt. Der Orthopäde spricht von degenerativen Veränderungen des Meniscus, nicht von Verschleiß.

Der Meniscus, der einer Apfelsinenscheibe ähnelt und an seiner Innenseite wie Teppichfransen ausgefranst, dgenerativ verändert sein kann, wird an seiner Basis, dem dicken Teil der Scheibe, gestichelt =

Needling der Meniscusbasis. So können Sie Ihren Operationsbericht besser verstehen.

Da das Meniskusgewebe bradytroph (wenig, schlecht durchblutet) ist, werden verschiedene Maßnahmen zur Heilungsverbesserung einer Meniscusverletzung z.B. eines kleinen Risses (siehe Ruptur!) durchgeführt. Dies sind zum einen die Anfrischung der Rissränder und der perimeniskalen Synovilis (die innere Haut des Kniegelenkes im Bereich des Meniscus (perimeniskal = neben dem Meniscus) mittels einer kleinen Raspel oder eines Meniskuscutter (Schneidmesser). Optional kann ein Needling der Meniskusbasis erfolgen. Eine weitere optionale Maßnahme ist der Fibrin Clot. Zur Verbesserung der Vaskularisierung (Versorgung mit Blutgefäßen) wird hier aus Patientenblut ein Fibringerinsel gebildet, welches vor allem bei Rissen in der avaskulären Zone, das ist die Zone des Meniscus, die keine Blutgefäßchen hat, in den Defekt eingesetzt.


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