Weichteilrheumatismus

Weichteilrheumatismus

Dieser Begriff beinhaltet einen „Sammeltopf“ schmerzhafter Erkrankungen im Bereich der Weichteile des Bewegungsapparates, auch extraarticulärer Rheumatismus genannt. Es werden entzündliche Beschwerden von nicht entzündlichen Affektionen unterschieden.

Noch mehr als bei anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates ist die exakte Untersuchung für die Diagnose entscheidend.

Entzündliche Veränderungen treten häufig im Rahmen rheumatischer System-erkrankungen auf. Nicht entzündliche extraarticuläre Prozesse haben sehr unterschiedliche Ursachen, wie z.B. die Fehlhaltung der Wirbelsäule.

Zu den Weichteilen des Bewegungsapparates gehören Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder, Schleimbeutel, die jeweils für sich oder gemeinsam erkranken können. Danach gibt es

verschiedene Ursachen, verschiedene Einteilungen und unterschiedliche Behandlungen.

Entzündlich: Das Binde- und Fettgewebe kann entzünden als Panniculitis. Die Sehnenscheide kann sich entzünden als Tenosynovitis. Sehnenansätze sind entzündet, und es wird von einer Insertionstendinitis gesprochen.

Der Muskel kann sich entzünden als Myositis, ein Schleimbeutel kann sich akut entzünden, z.B. an der Schulter als Bursitis. Auch Nerven gehören dazu, entzündlich als Neuritis.

Diese Strukturen können ebenso nicht entzündlich, degenerativ erkranken. Welche Faktoren können einen Weichteilrheumatismus auslösen? Zu den entzündlichen Ursachen sind alle rheumtischen Erkrankungen, hauptsächlich die chronische  Polyarthritis verantwortlich, auch Stoffwechselkrankheiten wie die Gicht. Zu den nicht entzündlichen Ursachen gehören Fehlbelastungen, Überlastungen, Unfälle, Kälte und Nässeeinwirkungen, auch Zustände nach Infektionen.

Die bekannteste, zu den Weichteilrheumatismus gehörende Erkrankung ist die Fibromyalgie mit Schmerzen „überall“, d.h. generalisierte, großflächige Schmerzen oder schmerzhafte Druckpunkte, sogenannte Tenderpoints.

Wenn es so viele verschiedene Symptome gibt, ist auch die Behandlung entsprechend unterschiedlich. Sie gehört in die Hand eines erfahrenen Arztes, hier meldet sich auch der Verfasser zu Wort.


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