Vasculitis

Entzündliche Erkrankung der Blutgefäße.

Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich und einen gefährlichen Verlauf haben.

Sie ist bei rheumatischen Erkrankungen häufig. So muß man davon ausgehen, daß bei jeder chronischen Polyarthritis auch eine entzündliche Beteiligung der Gefäße besteht. Die Entzündung kann einzelne Schichten oder die gesamte Wand einer Ader befallen, sie verdicken als Infiltration, sie zerstören als Nekrose, dicke Knoten bilden, sogenannte Granulome. Danach können klinisch völlig unterschiedliche Krankheitszeichen auftreten, die sich im weiteren Verlauf auch überlappen können und verschiedene Krankheitsbilder hervorrufen.

Es gibt primäre Gefäßentzündungen als eigenständige Erkrankung mit einer Vasculitis als Hauptsymptom. Diese können nach der Größe der befallenen Gefäße eingeteilt werden. Die Vasculitis kleiner Gefäße: Dazu gehört das Church-Strauss-Syndrom, mit Entzündungen im Bereich der Lunge, auch die Wegener-Granulomatose gehört dazu, mit Befall kleiner bis mittelgroßer Gefäße, auch im Bereich der Lunge. Eine weitere Sonderform dieser Art ist die Schönlein-Henlein-Purpura.

Zu den Gefäßentzündungen mit einem mittleren Durchmesser der Adern gehört die Polyarteriitis nodosa.

Die Vasculitis großer Gefäße führt zu einer sogenannten Riesenzellarteriitis mit Befall der Hauptschlagader und ihrer Hauptäste.

Den primären Gefäßentzündungen werden die secundären gegenübergestellt. Das sind Vasculitiden, die bei einer anderen rheumatischen Erkrankung begleitend auftreten, wie z.B. bei der chronischen Polyarthritis, auch bei Kollagenosen sind die Gefäße mit betroffen. Infektionen durch Bakterien, Pilze können eine Gefäßentzündung auslösen, ebenso Medikamente, wie Antibiotica, auch Medikamente gegen Rheuma, die Basistherapeutica, wie das früher übliche Gold, auch D-Penicillamin.


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