Osteomyelitis

Entzündung des Knochenmarks. Auch das Knochengewebe, die Knochenhaut kann betroffen sein und dann heftige Schmerzen auslösen. Die Ursache sind häufig Bakterien, die primär auf dem Blutwege sich im Knochen abgesiedelt haben oder sich direkt durch einen offenen Bruch (z.B. Schußverletzung im Krieg)  im Knochen verstreuen. Früher, als es noch keine Antibiotica gab, war die O. die Krux des Chirurgen. Diese Entzündungen bestanden häufig monate- bis jahrelang, konnten trotz häufiger Operationen auch nach vielen Jahren Ruhe wieder aufbrechen. Die chronische Entzündung schädigt die Körperabwehr, kann vor allem krankmachende Eiweißkörper in Organen ablagern, z.B. in der Niere als Amyloidose. Noch vor 60 Jahren bedeutete diese Diagnose ein oft lebenslanges Siechtum. Mit der Entdeckung des Penicillin trat eine neue Aera in der Medizin ein. Trotzdem ist diese Erkrankung nicht verschwunden. Die zu häufige, ungezielte Gabe von Antibiotica hat Bakterien widerstandsfähig gemacht. So ist die O. immer noch gefürchtet und fordert die Wissenschaftler heraus, immer wieder neue Antibiotica zu entwickeln, häufig mit erheblichen Kosten für die Industrie. Ohne die Forschung der Industrie könnten sich kaum Fortschritte entwickeln, die moderne Endoprothetik (Einsetzen von Gelenkprothesen, Gefäßprothesen) wäre nicht möglich.  


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