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P
Hier finden Sie alle Artikel im Bereich Lexikon die mit P beginnen!

Paget-Syndrom, Morbus Paget

Eine besondere Form einer Knochenerkrankung mit massivem Knochenumbau. Es ist sowohl der Aufbau des Knochens wie auch der Abbau gestört. Dadurch kommt es zu Brüchen, Verformungen und Verschleiß angrenzender Gelenke bevorzugt am Becken, Oberarm, Schienbeinkopf, am Femur Wirbelkörper, Lendenwirbelsäule, auch am Schädel. Meist symptomlos, in 5 % aber auch Allgemeinsymptome oder örtliche Beschwerden: Schmerzen im Beckenbereich oder in den betreffenden Wirbelsäulenabschnitten, der Vergrößerung des Schädel, Kopfschmerzen.  

Palindromischer Rheumatismus

Der palindrome Rheumatismus ist eine Sonderform rheumatischer Krankheiten. Plötzlich, anfallsartig kann sich eine schmerzhafte Entzündung an einem Gelenk entwickeln. Häufig ist ein Fingergelenk betroffen, seltener mehrere Gelenke (Oligotoper Befall) mit Hand-, Knie- oder Schultergelenk. Auch das umgebende Gewebe kann rot und geschwollen sein, stark schmerzen und typischerweise schon nach einigen Stunden bis zu 1 – 4 Tagen sich völlig wieder zurückbilden. Diese Entzündungsattacke verläuft ohne irgendeinen Rhythmus, aperiodisch und kann sich nach Wochen oder mehreren Monaten wiederholen, ohne daß diese Rückfälle, Recidive, einen chronischen Dauerschaden verursachen. Im Röntgenbild sind keine Veränderu [...] Vollen Artikel anzeigen

Pangonarthrose

Bei der Pangonarthrose sind alle Gelenkbereiche des Kniegelenkes mehr oder weniger gleichmäßig degenerativ verändert.

Panniculitis

Entzündliche Erkrankung des Fettgewebes, selten, Ausheilung mit Dellenbildung. 

Paraartikuläre Verkalkung

oder periartikuläre Verkalkung. Das ist die Verkalkung in der Nähe eines Gelenkes. Diese kann z.B. nach einer Hüftgelenksoperation, nach Einsetzen einer Endoprothese auftreten, insbesondere einer zementfreien Prothese. Wie kann man sich davor schützen? 

Paraesthesie

Auch fehlerhafte, falsche Empfindung oder Fehlempfindung genannt wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Pelzigkeitsgefühl z.B. bei Reizung des Ischiasnerven.

Parathormon

Das Hormon der Nebenschilddrüse, das den Knochenstoffwechsel reguliert. Bei Überfunktion (Hyperparathyreodismus) wird dem Knochen Kalk entwendet und im Blut ist zuviel Kalk nachweisbar. Die Knochenentkalkung kann zu Frakturen, Osteolysen, Gelenkschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden und Deformierungen führen. Bei zu viel im Blut, Hypercalciaemie, kann es je nach Schweregrad zu Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche, zu Nieren- und Gehirnstörungen kommen.  

parenteral

unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts, d.h. Zuführen eines Medikamentes durch die Haut = kutan oder subkutan, intramuskulär (i.m.), intravenös (durch die Vene), intraarticulär (ins Gelenk, i.a.)

Patella

Die Kniescheibe. Häufig ist die Kniescheibe Ursache für Kniegelenkbeschwerden, häufig als Chondropathie bezeichnet. Siehe auch Chondropathia patellae, Dystopie, Retropatellararthrose!

PCP

Früher gebräuchlicher Ausdruck für den chronischen Gelenkrheumatismus (primär chronische Polyarthritis). Der Ausdruck ist veraltet. Häufig wird von einer c.P. gesprochen, ein mißverständlicher Ausdruck, weil auch die Cerebralparese, eine Erkrankung des Gehirns, so abgekürzt werden kann. Dann ist schon die Abkürzung P.c. günstiger, Polyarthritis chronica. Auch diese wird häufig durch das Wort „Rheumatoide Arthritis“ ersetzt. Dieser Ausdruck kommt, „wie alles Gute“ aus dem Westen, anglo-amerikanische Sprachweise. In Deutschland  wurde aber häufig von einem Rheumatoid gesprochen und damit eine Reaktion auf einen meist flüchtigen Infekt, wie bei Grippe oder Darmerregern bezeichnet. Deswegen wehrte man sich längere Zeit gegen di [...] Vollen Artikel anzeigen