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M
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Marschfraktur

Ein Knochen kann durch eine ungewohnte längere Belastung ermüden und dann brechen, wie es z.B. bei ungewohnten langen Märschen der Rekruten vorkommen kann und zwar am 2., gelegentlich auch am 3. oder 4. Mittelfußknochen. Ein Ermüdungsbruch kann z.B. auch an der Wirbelsäule auftreten, sogenannte Schipperkrankheit, wenn ungewohnt viel Sand geschaufelt wird, dann kann der Dornfortsatz eines Lendenwirbelkörpers brechen. Bei Gewichthebern ist ein plötzlicher Bruch eines Wirbelbogens auch infolge einer Ermüdung möglich.

Massage

Die Massage ist eine Behandlungsart der Physiotherapie. Durch Anwendung bestimmter Handgriffe wird die Muskulatur und oberflächige Gewebsschichten behandelt, als klassische Massage mit Streichung, Kneten, Reiben, Walken, Klopfen ... auch mit Auftragen flüssiger oder salbenförmiger Massagemittel, wie Vaseline, Öl. Daneben gibt es die chinesische Massage mit Fingerdruck als Akupressur u. deren japanische Abwandlung als Shia-tsu. Was soll damit erreicht werden? Die verkrampfte Muskulatur wird entspannt, gelockert. Verbesserung der Durchblutung, Schmerzlinderung. Es gibt Sonderformen, wie die Bindegewebs-, Reflexzonen-, auch Saug- u. Unterwassermassage.  

MCP-Gelenk

Das ist die Abkürzung für das Fingergrundgelenk, Metacarpophalangealgelenk.  

Melorheostose

Knochenstrukturen, wie die Wirbelkörper, können bei chronischen Stoffwechselstörungen ausgeprägte Verschleißerscheinungen zeigen. Wenn sich dann neuer Knochen bildet, kann dieser aussehen, „wie Kerzenwachs, der heruntertropft“, auch wie herabfließender Honig. Dieser bildliche Ausdruck wird als M. benannt.  

Membran

Schicht, Gewebsschicht. Die Haut besteht z.B. aus 3 Schichten, davon hat allein die Oberhaut (Epidermis) 5 verschiedene Schichten.

Meniscektomie

Operative Entfernung eines Meniscus.  

Meniscus

Der Meniscus ist eine knorpelige Schicht im Kniegelenk. Er hat die Form einer Scheibe, „wie eine Apfelsinenscheibe“. Jedes Kniegelenk hat 2 Meniscen, einen inneren (medial) und einen äußeren (lateral). Er kann eine angeborene Fehlform aufweisen, z.B. als Scheibenmeniscus und neigt dann zu einem Meniscusganglion.

Meniscuseinklemmung

Wenn der Meniscus gerissen ist, kann ein Meniscusteil sich plötzlich in das Gelenk verlagern. Es treten akut heftige Schmerzen auf und eine sogenannte Bewegungssperre, Blockierung. Dann wird versucht, den Meniscus wieder einzurenken. Dieses gelingt am einfachsten durch eine betäubende Gelenkspritze. Wenn dieses nicht gelingt, erfolgt in den meisten Fällen ein arthroskopischer Eingriff, dann mit Entfernung eines Meniscusteiles.  

Meniscusläsion, auch Meniscopathie

Bei Verschleiß des Kniegelenkes (Arthrose) sind alle Strukturen, häufig auch der Meniscus betroffen. Dann kann der dünne, innere Anteil des Meniscus „wie ein Teppich“ ausfransen. Nicht selten besteht gleichzeitig ein Reizerguß im Kniegelenk. Bei der Spiegelung (Arthroskopie) wird der Meniscus dann geglättet, bei der beginnenden Arthrose werden gleichzeitig auch andere verschlissene Knorpelanteile abgeschliffen.  

Meniscusriß

Bei einer Fehlbelastung des Kniegelenkes, meist durch Drehung des Oberschenkels bei feststehendem Fuß, Tritt in ein Loch, kann der Meniscus reißen. Je nach Form des Meniscusrisses wird dieser als Korbhenkelriß, Querriß oder Horizontalriß beschrieben. Manchmal gelingt es, den Riß bei der Spiegelung (Arthroskopie) wieder zu nähen. Manchmal muß ein Teil des Meniscusrisses entfernt werden.