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H
Hier finden Sie alle Artikel im Bereich Lexikon die mit H beginnen!

Hyperlordose

verstärkte, vertiefte → Lordose → Hohlrunder Rücken

Hyperostose

Bei Verschleißerkrankungen, den degenerativen Veränderungen, vorwiegend an der Wirbelsäule, können sich Knochenvorsprünge an den Wirbelkörpern bilden. Wenn diese besonders groß sind, wird von Hyperostosen gesprochen, die hinweisend auf eine Stoffwechselerkrankung sein können. Sie tritt auch familiär angeboren auf. Diese Knochenvorwölbungen können sich verbinden und so ausgeprägt sein, daß sich die Wirbelsäule ähnlich wie bei der Bechterew`schen Krankheit versteift, als Pseudo-Bambusstab.

Hyperparathyreoidismus

Überfunktion der Nebenschilddrüse. Aus verschiedenen Gründen (vermehrtes Wachstum der Nebenschilddrüse, Mangel an Calcium und /oder Vitamin D, gestörte Nierenfunktion) kann es zu einer vermehrten Ausschüttung des Nebenschilddrüsenhormons Parathormon kommen. Die Folge ist ein vermehrter Knochenabbau mit der Gefahr des Knochenschwunds (Osteoporose). Durch den vermehrten Knochenabbau wird auch vermehrt Calcium aus dem Knochen freigesetzt. Die Freisetzung von Calcium kann zu einem übermäßigen Anstieg des Calcium-Spiegels im Blut mit der Folge einer Störung der Funktion von Muskeln und Nervengewebe führen (z.B. Muskelschwäche und -schmerzen, psychische Veränderungen wie z.B. Depression).

Hypersensitivität

Überempfindlichkeit, in diesem Fall Neigung zu allergischen Krankheiten gemeint. Vorkommen bei der H.-Vasculitis, einer allergisch bedingten entzündlichen Erkrankung der Gefäße, siehe Arteriitis.  

Hyperthyreose

Überfunktion der Schilddrüse. Sowohl die Überfunktion wie auch die Hypothyreose, die Unterfunktion, können zu Gelenkbeschwerden führen, der Arthropathie. Vorwiegend sind große Gelenke, auch ihre umgebenden Weichteile befallen.  

Hypertonie

Bluthochdruck Anstieg des Blutdrucks auf mehr als 140/90 mmHg in Ruhe. Obwohl man einen erhöhten Blutdruck häufig nicht bemerkt, muß er behandelt werden, weil es sonst auf Dauer zu gefährlichen Folgeerscheinungen der Arterienverkalkung oder Arteriosklerose genannt, mit allen ihren Folgen (Infarkt, Apoplex) kommen kann.

Hypertrichose

vermehrte Behaarung. Eine solche kann durch hormonelle Störungen (vermehrte Bildung von männlichem Sexualhormon) bedingt sein, aber auch durch Medikamente (z.B. Phenytoin, Ciclosporin).

Hyperuricaemie

Erhöhter Harnsäuregehalt des Blutes, s. bei Harnsäure. Ab 7,5 mg%  des Harnsäurespiegel wird von dieser  Hyperurcaemie gesprochen.

Hyperuricämie

erhöhter Harnsäurespiegel im Blut. Harnsäure ist ein natürliches Stoffwechselprodukt und entsteht vermehrt bei der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel, z.B. Fleisch. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu einem vermehrten Anfall von Harnsäure im Stoffwechsel kommen oder auch zu einer verminderten Ausscheidung über die Niere. Dann steigt der Harnsäurespiegel im Blut an und Harnsäurekristalle können entstehen (ausfallen). Ein häufiger Ort der Kristallablagerung sind die Gelenke. Diese antworten darauf oft mit einer heftigen, sehr schmerzhaften Entzündung (Gicht-Anfall). Wiederholen sich diese Entzündungen, dann kann es auch zu einer Zerstörung von Gelenken kommen.