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G
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Gelenkeröffnung

Arthrotomie, z.B. bei der eitrigen Gelenkentzündung.

Gelenkerguß, Hydrops

Bei der Gelenkentzündung bildet sich vermehrte Gelenkflüssigkeit, sogenannter Erguß. Auch der Gelenkverschleiß, Arthrose, kann vermehrte Gelenkflüssigkeit bilden. Auch Stoffwechselkrankheiten, wie z.B. die Gicht, neigen zu vermehrter Flüssigkeitsbildung. Es gilt für den Orthopäden: Jeder Erguß schadet dem Gelenk, muß also entfernt, punktiert werden. Der Erguß verbraucht Sauerstoff, auch Glucose, so dass wichtige Strukturen, wie der Gelenkknorpel zuwenig davon erhalten. Deswegen wird der Gelenkknorpel durch einen chronischen Gelenkerguß geschädigt und zerstört.

Gelenkerkrankung, Arthropathie

Die Entzündung = Arthritis, der Verschleiß = Arthrose. Mischformen als Arthropathie, z.B. bei Diabetes, Gicht ....

Gelenkflüssigkeit

Synovia genannt. Die normale Flüssigkeit, Gelenkschmiere, breitet sich in dem Gelenk wie ein Film aus und ist die wichtigste Trägersubstanz für Nährstoffe für den Knorpel. Bei vermehrter Flüssigkeitsbildung wird von Gelenkerguß gesprochen, s.o! Die Beschaffenheit des Ergusses kann durch die Synovialanalyse bestimmt werden. Daraus können Rückschlüsse auf die Krankheit, z.B. Bakterien, Rheuma, Gicht, Arthrose ..... geschlossen werden.

Gelenkinnenhaut

Synovialis genannt. In der Synovialis sind die ersten Veränderungen bei dem Beginn des Gelenkrheumatismus, der chron. Polyarthritis zu erkennen. In der Synovialis befinden sich die krankmachenden Faktoren, welche die Krankheit immer wieder anheizen und nicht zum Stillstand kommen lassen. Daher ist diese Haut, die in einem gesunden Gelenk nicht dicker als 1 mm ist, aber bei Gelenkrheumatismus bis zu mehreren cm dick werden kann, der Hauptangriffspunkt des Operateurs. Wenn die Gelenkinnenhaut bei einer Operation nicht vollständig entfernt wird bzw. entfernt werden kann, dann können sich erneute Entzündungen (Recidive) bilden.

Gelenkkörper, Gelenkmaus, Corpus liberum

Ein Knorpel-Knochen-Stück, das sich frei im Gelenk bewegt. Das Hauptsymptom sind Einklemmungen, Gelenksperren: Plötzlich kann das Gelenk nicht mehr bewegt werden, es verharrt in einem bestimmten Winkel, es ist gesperrt, blockiert.

Gelenkkontraktur

Das Gelenk kann in einem bestimmten Bewegungsgrad nicht mehr bewegt werden. Es ist eine dauerhafte Fehlstellung z.B. in Beugung, wenn ein Kniegelenk nach einer Operation nicht mehr gestreckt werden kann oder Adduktionskontraktur, wenn das Bein bei einer Hüftgelenksarthrose nicht mehr abgespreizt werden kann.

Gelenkkontusion

Gelenkprellung oder –quetschung. Im Gelenk bildet sich eine Blutung, blutiger Erguß, auch Haemarthros genannt.

Gelenkluxation

Luxation bzw. Verrenkung eines Gelenkes. Auch eine Prothese kann luxieren, z.B. die  Hüftgelenksendoprothese.

Gelenkmaus

s.  Gelenkkörper, freier Gelenkkörper