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E
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Enteritis regionalis

Morbus Crohn. Es handelt sich um eine chronische Entzündung des Darmes (meist Dünndarm), die zu häufigen Durchfällen führt. Sie wird nicht durch Bakterien oder Viren verursacht, sondern offenbar durch eine fehlgeleitete entzündliche Reaktion des Körpers gegen körpereigene Gewebe. Dabei ist eine genaue Krankheitsursache bisher nicht bekannt. Der Morbus Crohn kann mit Gelenkentzündungen einhergehen (sog. Enteroarthropathie).  

Enthesitis

Enthesiopathie = Insertionstendopathie. Schmerzhafte Entzündung des Ansatzes einer Sehne am Knochen. Diese kann z.B. am Ansatz der Achillessehne auftreten oder am Ellenbogen ("Tennisellenbogen"). Auslösend können eine Überbelastung sein oder entzündlich rheumatische Erkrankungen (z.B. chronische Polyarthritis). Häufig sind auch Stoffwechselveränderungen ursächlich mit beteiligt.

Entzündung

Wenn das Abwehrsystem des Körpers (Immunsystem) eine körperfremde Substanz oder auch ein körperfremdes Lebewesen (Bakterie) als schädlich, toxisch erkennt, versucht es, dieses zu entfernen. Dieses geschieht durch den Vorgang einer Entzündung. Dabei wandern Abwehrzellen des Körpers (Leukozyten) an den Ort der Entzündung und versuchen das körperfremde Toxin zu zerstören oder zu inaktivieren (d.h. unschädlich zu machen).  Siehe auch → Entzündungszeichen

Entzündungszeichen

Was sind die typischen Entzündungszeichen für jede Art der Entzündung? Auch rheumatische Entzündungen zeigen diese Symptome: 1.  Schwellung                             =     Tumor (Oedem) 2.  Rötung                                    =     Rubor 3.  Schmerz                                 =      Dolor 4.  Wärme, Überwärmung, Hitze   =      Calor 5. Funktionsstörung                     =     Functio laesa Welche Laboruntersuchungen sind notwendig, um eine Entzündung nachzuweisen? → BSG

Enzym

Enzyme sind Eiweißkörper, die bestimmte chemische Prozesse im Körper fördern (katalysieren). So führt z.B. das Enzym Amylase im Speichel zur Umwandlung von Stärke in Zucker. Enzyme finden sich auch in vielen Körperzellen und spielen dort eine wichtige Rolle für deren Funktion. So werden z.B. viele Medikamente in der Leber durch Enzyme abgebaut und für die Ausscheidung über den Harn oder den Stuhl vorbereitet. Gelangen Enzyme aus den Zellen ins Blut, dann können Sie dort nachgewiesen werden. So findet man z.B. im Blut aus Leberzellen die Enzyme GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transferase) und Gamma-GT (Glutamat-Transferase). Bei Schädigungen der Leber werden diese Enzyme vermehrt aus den geschädigten Zellen ins Blut abgegeben [...] Vollen Artikel anzeigen

Epicondylitis

Die Epicondylen sind Ansatzpunkte von Sehnen am Oberarmknochen. Durch mechanische Überbeanspruchung der Sehnen kann es hier zu schmerzhaften Reizungen kommen. Die bekannteste Form einer Epicondylitis ist der Tennisellenbogen, der durch eine Überbeanspruchung der Fingerstreck-Muskulatur und -Sehnen entsteht. Da es keine echte Entzündung ist, sollte besser von einer Epicondylopathie gesprochen werden.  

Erbium

Erbium ist ein chemisches Element , Symbol: Er. Im Periodensystem zählt es zu den Metallen der seltenen Erden. Als Beta-Strahler wird Er in der Nuklearmedizin zur Therapie der → Radiosynoviorthese eingesetzt. Es kommt kaum in der Natur vor, sondern in Haushaltsgeräten wie in Farbfernsehern, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und im Glas.

Ergotherapie

Eine unerwünschte Folge rheumatischer Erkrankungen ist neben dem Schmerz häufig auch eine Funktionsbeeinträchtigung betroffener Gelenke. Der Ergotherapeut untersucht das Ausmaß solcher Funktionsstörungen (Funktionsmessung), ihren Einfluß auf Tätigkeiten des Alltags (z.B. Körperpflege) und versucht diese zu lindern oder zu kompensieren. Gestörte Gelenkfunktionen können z.B. durch ein gezieltes Training verbessert werden (sogenannte funktionelle Ergotherapie). Falls dies nicht mehr möglich ist, berät der Ergotherapeut auch über Hilfsmittel, die es ermöglichen, die gestörte Funktion zu ersetzen. Informationen darüber gibt auch die Rheuma-Liga.  

Erkältungsrisiko

Um das Erkältungsrisiko zu reduzieren, helfen regelmäßige Saunagänge, körperliche Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen, genügend Schlaf, eine vitaminreiche Ernährung und Vitaminsäfte, frischgepreßt aus Orangen, Zitronen und, damit es nicht so sauer schmeckt, Honig dazu oder Cranberry Presssaft, auch fertige Vitaminsäfte wie Cellagon aurum sind zu empfehlen. Klingt das nach Reklame? Und wenn schon!  Als Arzt muß ich empfehlen, was hilft. Seit 2002 nehme ich diesen Saft und habe seitdem keine Erkältung mehr.→ Erkältung - was tun? → statt Honig Sirup?

Ermüdungsbruch Ermüdungsfraktur

Ein Knochen kann durch eine ungewohnte längere Belastung ermüden und dann brechen, wie es z.B. bei ungewohnten langen Märschen der Rekruten vorkommen kann und zwar am 2., gelegentlich auch am 3. oder 4. Mittelfußknochen. Ein Ermüdungsbruch kann z.B. auch an der Wirbelsäule auftreten, sogenannte Schipperkrankheit, wenn ungewohnt viel Sand geschaufelt wird, dann kann der Dornfortsatz eines Lendenwirbelkörpers brechen. Bei Gewichthebern ist ein plötzlicher Bruch eines Wirbelbogens auch infolge einer Ermüdung möglich.