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C
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Corticoid

Cortison ist ein (natürliches) Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es bewirkt den Abbau körpereigener Reserven an Eiweiß und Zucker (Glykogen) und stellt diese für die Energiegewinnung des Körpers zur Verfügung. Ohne Cortison ist der Mensch nicht lebensfähig. Eine weitere Wirkung des Cortisons ist seine ausgeprägt hemmende Wirkung auf Entzündungen. Cortison und chemisch verwandte Substanzen (die sogenannten Corticoide) werden deshalb in der Medizin zur Behandlung bestimmter Entzündungen eingesetzt. Gefürchtet sind dabei bei längerer (d.h. über Monate bis Jahre) Anwendung höherer Dosen zahlreiche mögliche Nebenwirkungen, u.a. Gewichtszunahme, Knochenschwund (Osteoporose), hoher Blutdruck und Schädigung der Aug [...] Vollen Artikel anzeigen

Cortison, Kortison, Glucocorticoide, Corticoide

Die Glucocorticoide sind Hormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden und den Fett-, Zucker- und Eiweißstoffwechsel wesentlich mit regulieren. Ihr wichtigster Vertreter ist das Cortisol. Wenn wir von Cortison sprechen, dann ist das Hydrocortison gemeint, das unser Körper selbst zu bestimmten Mengen bildet, nämlich: Der Cortisol-Spiegel im Blut des Erwachsenen beträgt morgens um 8 Uhr 5 – 25 yg/dl. Bei Krankheiten der Nebennierenrinde, z.B. bei einem Tumor kann eine Überfunktion eintreten. Wird zuviel Cortisol gebildet (zuviel = Hyper-cortisol-ismus), wird von einem Morbus Cushing gesprochen. In Streßsituationen kann es zu einer akuten Schwäche der Nebennierenri [...] Vollen Artikel anzeigen

CP

CP ist eine Abkürzung für die chronische Polyarthritis. Man versteht darunter im engeren Sinne eine chronische Entzündung mehrerer Gelenke (typischerweise Fingergelenke), bei der im Blut häufig ein positiver Rheumafaktor nachgewiesen wird. Es gibt aber auch Formen chronischer Polyarthritis ohne Nachweis des Rheumafaktor (sogenannte "seronegative" oder "rheumafaktor-negative" Polyarthritis). Und umgekehrt bedeutet der Nachweis von Rheumafaktoren im Blut noch lange nicht, daß eine rheumatische Krankheit vorliegen muß oder daß derjenige Rheuma kriegen muß.  

Crohn

Morbus Crohn. Es handelt sich ähnlich wie die Colitis ulcerosa um eine chronische Entzündung des Darmes (meist Dünndarm), die zu häufigen Durchfällen führt. Sie wird nicht durch Bakterien oder Viren verursacht, sondern offenbar durch eine fehlgeleitete entzündliche Reaktion des Körpers gegen körpereigene Gewebe. Dabei ist eine genaue Krankheitsursache bisher nicht bekannt. Der Morbus Crohn kann mit Gelenkentzündungen einhergehen (sog. Enteroarthropathie).  

CRP

C-reaktives Protein.

Cushing-Syndrom

In der Nebenniere des Menschen wird Cortison als ein natürliches für das Überleben notwendiges Hormon gebildet. Bei einer krankhaften Vermehrung des Cortisons im Blut kommt es zu einer Reihe unerwünschter Hormonwirkungen, die man in ihrer Gesamtheit Cushing-Syndrom nennt (Cushing hat diese Erkrankung als erster Arzt beschrieben). Dazu gehören z.B. eine Zunahme des Körpergewichts, ein Schwund der Knochen (Osteoporose), Ansteigen des Blutzuckers (Diabetes mellitus), des Blutdrucks (Hypertonie) u.a. Unter einer langdauernden Behandlung mit Cortisonpräparaten in hoher Dosis können ähnliche Zeichen auch als unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.  

Cutis

Haut Besteht aus mehreren Schichten: 1. Epidermis (Oberhaut) a. Dermis (Lederhaut) 2. Subcutis (Unterhautbinde- u. Fettgewebe) Es ist das Organ mit der größten Oberfläche, enthält Schweißdrüsen, Talgdrüsen, Haare. Aufgaben: Schutzfunktion, Wärmeregulation. Erythem: Entzündliche Rötung der Haut. Häufig haben rheumatische Erkrankungen bezeichnende Erytheme. Siehe auch Exantheme = entzündlicher Hautausschlag. Die klassischen Exantheme sind bei den Kinderkrankheiten bekannt wie bei Masern, Scharlach, Röteln. Bei Erwachsenen muß zuerst an Nebenwirkungen von Medikamenten gedacht werden.

Cyclophosphamid

Cyclophosphamid (Handelsname z.B. Endoxan®) wurde ursprünglich zur Behandlung von Tumoren (Krebs) entwickelt. Da es auch eine Dämpfung der körpereigenen Abwehr (Immunsystem) bewirkt, benutzt man es in manchen Fällen auch zur Behandlung von Erkrankungen, die durch eine fehlgeleitete Abwehrreaktion des Körpers gegen körpereigene Gewebe (sog. Autoimmunerkrankungen) gekennzeichnet sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn solche Erkrankungen einen sehr stürmischen oder lebensbedrohenden Verlauf haben (z.B. Versagen der Niere beim sog. Lupus erythematodes) oder bei → Vaskulitis, Churg-Strauss-Syndrom.