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Antibiotika

Medikamente, die Bakterien in ihrem Wachstum hemmen oder abtöten. Gibt es wirksame A. gegen Rheuma?  

Antibiotikaresistenz

Antibiotikaresistenz bezeichnet die Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika, und umgekehrt: Antibiotika können Bakterien nicht abtöten und ihre Vermehrung nicht verhindern, weil Bakterien resistent sind. → primäre und sekundäre Resistenz

Antibiotikaresistenz, primär

Primäre Resistenz Antibiotika wirken in den meisten Fällen gezielt gegen bestimmte Bakterien und Bakterien-Gattungen. So sind sog. Enterokokken, die bei dem Menschen u.a. Harnwegsinfekte auslösen können, von vornherein, d.h. primär resistent gegen Cephalosporine (Cephalosporine sind sog. Breitband-Antibiotika, die u.a. gegen Staphylokokken eingesetzt werden) Cephalosporine sind wirkungslos gegen Enterokokken. Ein weiteres Beispiel sind die Pseudomonas aeruginosa, die u.a. Harnwegsinfekte, Entzündungen im Darm und Mittelohr hervorrufen können. Gegen diese Bakterien kann kein Ampicillin eingesetzt werden, weil eine primäre Resistenz besteht. Leider haben diese Bakterien schon seit vielen Jah [...] Vollen Artikel anzeigen

Antibiotikaresistenz, sekundär

Sekundäre Resistenz Primär anfällige Bakterien haben durch "zufällige" Mutation eine Resistenz entwickelt, sie sind widerstandsfähig gegen die Wirkung eines Antibiotikum geworden. Das Antibiotikum hat seine Wirkung verloren und kann den Bakterien "nichts mehr anhaben". Was für Ursachen gibt es zur Entwicklung von Resistenzen? Bakterien können sich sehr schnell vermehren und Informationen übertragen, "vererben". Durch Selektion, wie es aus der Tierwelt bekannt ist, überleben "im Kampf mit Antibiotika" nur die stärksten. Diese übertragen ihre Resistenzgene auf die nächste Generation. Sie vermehren sich ungehindert und die krankmachende Infektion wird erneut angeheizt. → Resistenz von Bakterien, Ursachen → Bakterien Gefahr für die Menschheit?

Antigene

Stoffe , die das Immunsystem des Menschen als körperfremd und deswegen als schädlich erkennen. Dagegen bildet der Körper spezifische Antikörper, welche die Antigene unschädlich machen und ausmerzen. Durch den Nachweis bestimmter Antikörper im Blut des Menschen können wir Rückschlüsse auf die Diagnose von Krankheiten ziehen.  

Antikörper

Der Körper bildet gegen Gifte (Toxine, Antigene), - das sind Fremdkörper, die in unserem Organismus nichts zu suchen haben - , Gegengifte sog. Antikörper, welche diese Gifte unschädlich machen, z.B. gegen Grippeviren. Diese Antigen/Antikörper Reaktion ist eine Abwehrreaktion des Organismus, ein Kampf gegen den Eindringling. Dabei wird Hitze  frei, immer wenn 2 „Kampfhähne“ aufeinanderstoßen. Aus dem Chemieunterricht kennen wir das: 2 Körper stoßen aufeinander und reagieren mehr oder weniger laut: Wasserstoff und Sauerstoff reagieren mit einem lauten Knall. Dabei wird Wärme erzeugt, im menschlichen Körper sprechen wir von Fieber. Wer bleibt Sieger? –bei Rheuma?  

Antinukleäre Faktoren

sog. Kernfaktoren, Antikörper gegen Zellkerne (antinukleäre Antikörper), deren Nachweis eine besondere Bedeutung in der Diagnose von bestimmten rheumatischen Krankheiten haben. Wenn z.B. die ANA = antinukleären Antikörper nachgewiesen und sehr hoch sind, dann spricht dieser Nachweis für das Vorliegen eines sog. Lupus erythematodes. Die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung, insbesondere einer Rheuma-Sonderform ist häufig schwierig und bedarf meist einer umfangreichen Diagnostik. Auch wenn viele Befunde vorliegen, ist ihre Deutung von der Erfahrung des Arztes abhängig. „Nur Laborbefunde, insbesondere der positive Nachweis von Rheumafaktoren können allein noch keine Rheuma Diagnose ergeben.“ Hab ich Rheuma, weil bei mir Rheumafaktoren im Blut nachgewiesen wurden?  

Antioxidantien die Elite-Truppe

Die Elite-Schutztruppe des Körpers Vitamine, Mineralien, Spurenelemente: Vitamin E , C, A,… Eisen, Magnesium, Kupfer,… Zink, Selen,…Q10, → OPC… Siehe auch → Freie Radikale, → Krebsangst, Vorsorge!

Antirheumatica, Antirheumatika

Mittel zur Behandlung rheumatischer Krankheiten; → Basistherapeutika, Symptomatika. Sie werden auch als sog. Nicht-Steroidale-Anti-Rheumatika bezeichnet, abgekürzt: NSAR. Das sind Medikamente gegen Rheuma, die kein Cortison = keine Steroide enthalten, im Gegensatz zu früheren, jetzt nicht mehr erlaubten Medikamenten mit „verstecktem“ Cortisoninhalt. Die NSAR sind entzündungs- und schmerzstillende Medikamente. Sie behandeln nur die Symptome (Entzündung und Schmerzen), können die eigentliche Krankheit nur wenig beeinflussen. Die Behandlung rheumatischer Krankheiten erfolgt aus diesem Grunde mit sog. → Basistherapeutika; das sind Medikamente, die an der „Basis“ der Krankheit angreifen sollen und somit das Fortschreiten verhindern.

Antirheumatika / NSAR

Nichtsteroidale Antirheumatica, Medikamente, die keine Steroide (Cortison) enthalten. Früher gab es häufig eine bewußte, von Patienten und Arzt nicht gekannte Vermischung der Medikamente mit Cortison. Diese Vermischung ist nicht mehr erlaubt.