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A
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Arthritis mutilans

verstümmelnd, z.B.Teleskopfinger, z.B. bei der P.c.(Polyarthritis chronica) oder auch bei der Arthritis psoriatica, dem sog.Schuppenflecht- Rheuma.  

Arthritis psoriatica -Psoriasisarthropathie

Psoriasisarthritis, auch Psoriasis-Arthropathie genannt: chronisch verlaufende, destruierende (=zerstörende) Gelenkerkrankung häufig mit gleichzeitigen versteifenden (proliferativen u. ossifizierenden) Vorgängen im Gelenkbereich, meist im Bereich der Finger und Zehen ( sog.Wurstzehen,Wurstfinger, siehe auch unter Akroosteolyse!), auch mit Entzündungen im Bereich von Sehnenansätzen, auch mit Befall der Wirbelsäule bei Psoriasis (Schuppenflechte) der Haut, dann auch typische Veränderungen der Nägel. Beginn sowohl bei bestehender Psoriasis als auch vor deren Auftreten, manchmal auch ohne nachweisbare Psoriasis. Häufigkeit in etwa 10% der Fälle mit Hautpsoriasis.

Arthritis, Arthritiden

entzündliche Gelenkerkrankung(en), z.B. bei Gelenkrheuma, der eigentlichen rheumatischen Krankheit, der chronischen Polyarthritis; siehe auch Arthropathien, die chronische (wenig, gering entzündliche) Gelenkerkrankung bei Stoffwechselkrankheiten wie der Gicht. Das Leitsymptom der Gelenkentzündung ist die Schwellung. Das Gelenk ist dick, warm (heiß), mehr oder weniger gerötet, es schmerzt und kann kaum bewegt werden. Siehe auch: Entzündungszeichen! Im Gelenk bildet sich vermehrt Gelenkflüssigkeit, sog. Erguß. Dieser Erguß ist immer Ausdruck einer Entzündung, auch wenn die anderen Merkmale (Rötung, Wärme) fehlen. Ein Erguß z.B. im Kniegelenk sollte immer punktiert werden, weil die Flüssigkeit dem Gelenk Schaden zufügt.

arthrogen

vom Gelenk ausgehend, gelenkbedingt  

Arthrographie

Röntgenkontrastdarstellung. Durch Einbringen eines Kontrastmittel in eine Gelenkhöhle wird der Gelenkraum im Röntgenbild dargestellt, sog. Arthrogramm. Dadurch lassen sich auch Gelenkstrukturen, die sonst im herkömmlichen Röntgenbild nicht zu sehen sind, erkennen, z.B. der Meniscus im Kniegelenk, kleine freie Gelenkkörper, Hohlräume (Cysten) usw. Der geübte Röntgenologe hat dadurch Feinheiten darstellen können, die eine genaue Diagnose erlaubte. Schade, daß jetzt Methoden, wie die Computertomographie oder Magnetresonanz-Tomographie, die A. als darstellende Untersuchungsmethode abgelöst haben. Es muß aber zugegeben werden, daß diese neuen Untersuchungstechniken zwar sehr teuer, aber genauer und ungefährlich sind.  

Arthrogryposis multiplex congenita

seltene angeborene Gelenkversteifung.  

Arthrolyse

operative Mobilisierung eines fibrös ( bindegewebig) versteiften, innerlich vernarbten Gelenkes. Bei der Operation wird das Narbengewebe entfernt, evtl. kombiniert mit Gelenkkapsel, Muskel Sehneneingriffen; eine häufig schwierige, zeitlich aufwendige Op.  

Arthropathie

Gelenkerkrankungen mit Vorherrschen von nichtentzündlichen (degenerativen) Vorgängen - im Gegensatz zu nur entzündlichen Vorgängen, der Arthritis. Siehe auch Arthrose, dem Verschleißgelenk. Arthropathien kommen als Folge von Stoffwechselstörungen (metabolische Störungen) vor. Solche Störungen des Stoffwechsel sind Krankheiten, die bei fehlerhaftem Abbau oder bei zu hohem Angebot von Nahrungsstoffen auftreten, wie z.B. die Harnsäure, die ein Stoffwechselprodukt beim Abbau (Verdauung) von tierischem Eiweiß ist. Wenn die Harnsäure nicht richtig abgebaut werden kann, weil z.B. ein Verdauungsstoff – angeboren – fehlt oder zu wenig produziert wird, oder wenn durch Krankheiten der Niere die Harnsäure nicht ausgeschieden werden k [...] Vollen Artikel anzeigen

Arthroplastik

Gelenkplastik = Neuformung eines Gelenkes, eine Operationsmethode ( dabei wird nichts Künstliches, keine „Plastik“ eingesetzt). Das Gelenk wird mit Instrumenten- z.B. mit  Meißel, Zange (sog. Luer), Pfeile neugeformt, zur Wiederherstellung der Beweglichkeit, auch als Arthrolyse, manchmal mit Entfernung großer Gelenkanteile. Dann wird auch autoplastisches (körpereigenes) Gewebe verwendet, transplantiert als autologe Transplantation, z.B. Muskelgewebe zur Deckung der Gelenkflächen oder heterologe Transplantation durch Gewebe von anderen Lebewesen, z.B vom Schwein, das vom menschlichen Organismus vertragen und angenommen wird.  

Arthrose

Schädigung eines Gelenkes durch Verlust von Knorpel ("Verschleiß"). Die Gelenkenden werden rauh und reiben beim Bewegen des Gelenkes aneinander. Dadurch kommt es zu Schmerzen, gelegentlich auch zu einer Entzündung (sogenannte "aktivierte" Arthrose). Häufige Ursachen sind Übergewicht, Durchblutungsstörungen (Krampfadern, Nikotin), Überlastungen, Schäden durch Unfälle, aber auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle.