Azidose Übersäuerung?

07.01.2009

Ist eine Azidose eine Übersäuerung?

Unter einer Azidose versteht der Mediziner eine „Übersäuerung“ des Blutes. Bei Gesunden ist das Milieu in unserem Blut, gemessen durch den sog. pH-Wert, immer gleich, nämlich 7,3 -7,4  - also fast neutral. pH 7,0.

Der Organismus versucht, diesen Wert immer beizubehalten. Wenn sich der pH-Werte durch ungünstige Ernährung oder Streß zu ändern droht, dann versucht der Organismus diesen immer wieder auszugleichen, in dem er z. B. dem Knochen Calcium entzieht. Damit läßt sich die Neigung zur Übersäuerung des Blutes wieder normalisieren. Die Folge ist dann auf Dauer z.B. eine Osteoporose des Knochen. Wer also ständig mehr als 3 Tassen Kaffe zu sich nimmt und sich auch sonst sauer ernährt, kombiniert mit Streß, der darf sich nicht wundern, daß er irgendwann zu einer Osteoporose neigt.

Wenn sich der pH-Wert im Blut trotzdem in den sauren Bereich verschiebt, bei der sog. Azidose, dann besteht immer eine ernste Situation. Diese Situation kann z.B. durch Einatmen eines Fremdkörper, der sog. Aspiration von Nahrung beim Verschlucken oder von Erbrochenem im Alkoholrausch oder bei einer Narkose eintreten. Auch bei chronischer Erkrankung z.B. bei Asthma: Die Atmung ist gestört, zu gering und zu flach, nicht tief genug, so daß CO ² (Kohlendioxyd) nicht genügend abgeatmet werden kann und dann das Blut sauer macht, mit Folgen, z.B. plötzlich sehr hoher Blutdruck.

Dieses ist eine einfache Erklärung und soll zeigen, daß mit dem Zustand der Übersäuerung das Bindegewebe gemeint ist -siehe Thema Übersäuerung! - der Begriff Azidose schildert die Verhältnisse im Blut. Es sind zwei grundsätzlich verschiedene Situationen. Die akute Azidose ist immer gefährlich, die chronische Azidose z.B. bei Asthma kann zu einer Osteoporose führen.

Die Übersäuerung des Bindegewebe kann chronische Krankheiten verursachen wie Arthrose, auch eine Neigung zur Krebserkrankung. 


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