Meniskusriß Behandlung

10.06.2008

Wie wird ein Meniskusriß behandelt?

 

Operativ; denn ein Riß heilt nicht von allein. Kleine Risse können wohl mal keine oder nur geringe Beschwerden verursachen, müssen dann auch nicht zwangsweise operativ angegangen werden.

In den meisten Fällen aber wird zu einer Spiegelung = Arthroskopie geraten und der Riß wird entfernt, in einigen Fällen läßt er sich auch nähen.

Da das Meniskusgewebe bradytroph (wenig, schlecht durchblutet) ist, werden verschiedene Maßnahmen zur Heilungsverbesserung einer Meniscusverletzung z.B. eines kleinen Risses (siehe Ruptur!) durchgeführt. Dies sind zum einen die Anfrischung der Rissränder und der perimeniskalen Synovilis (die innere Haut des Kniegelenkes im Bereich des Meniscus (perimeniskal = neben dem Meniscus) mittels einer kleinen Raspel oder eines Meniskuscutter (Schneidmesser). Optional kann ein Needling der Meniskusbasis erfolgen. Eine weitere optionale Maßnahme ist der Fibrin Clot. Zur Verbesserung der Vaskularisierung (Versorgung mit Blutgefäßen) wird hier aus Patientenblut ein Fibringerinsel gebildet, welches vor allem bei Rissen in der avaskulären Zone, das ist die Zone des Meniscus, die keine Blutgefäßchen hat, in den Defekt eingesetzt.

Größere Rissen werden entfernt.

 


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